Plattformfokus, vernetzte Systeme
und ein Ausblick auf 2026
Rückblick 2025: Ein Jahr im Zeichen der Plattformentwicklung
Das Jahr 2025 war für openpack geprägt von einer klaren strategischen Entscheidung: dem konsequenten Ausbau der digitalen Plattform. Im Mittelpunkt stand der gezielte Ausbau der digitalen Plattform als zentrale Grundlage für vernetzte digitale Lösungen in der Wellpappen- und Verpackungsindustrie.
In einer Branche, die von historisch gewachsenen Systemlandschaften und einer Vielzahl spezialisierter Einzellösungen geprägt ist, gewinnt eine übergeordnete Struktur zunehmend an Bedeutung. Genau hier setzt openpack an. Als offene Plattform wirkt sie der zunehmenden Fragmentierung digitaler Lösungen entgegen und schafft eine konsistente digitale Basis, auf der unterschiedliche Anwendungen integriert, kombiniert und weiterentwickelt werden können.
Der Fokus im vergangenen Jahr lag daher darauf, diese Systemebene technologisch wie organisatorisch weiter zu stärken und openpack klar als zentrale Plattform für vernetzte digitale Anwendungen zu positionieren.
Plattformdenken statt punktueller Digitalisierung
Ein zentrales Ziel der Plattformentwicklung ist es, Unternehmen eine konsistente digitale Basis zu bieten, ohne bestehende Systeme ersetzen zu müssen. In vielen Werken sind bereits heute zahlreiche digitale Systeme im Einsatz und Maschinen, IT-Systeme und Anwendungen liefern wertvolle Daten. Häufig bleiben diese jedoch voneinander isoliert, da Schnittstellen fehlen oder Systeme nicht aufeinander abgestimmt sind.
Die Folge sind isolierte Daten, redundante Funktionen und ein hoher Integrationsaufwand. Statt bestehende Systeme zu ersetzen, schafft openpack eine zentrale System- und Basisschicht, die vorhandene Lösungen verbindet, Daten strukturiert zusammenführt und ihre Nutzung für unterschiedliche Anwendungsfälle konsistenter macht.
Dadurch entstehen durchgängige Prozesse und eine verlässliche Datenbasis für operative und strategische Entscheidungen. Das reduziert Komplexität und senkt Entwicklungs- und Wartungsaufwände.
Diese Ausrichtung prägte 2025 maßgeblich und bildete den Rahmen für alle weiteren Entwicklungen.
Enge Zusammenarbeit mit OEMs und Partnern
Parallel zum internen Plattformausbau wurde die Zusammenarbeit mit bestehenden und neuen OEMs weiter intensiviert. Ziel dieser Kooperationen ist es, den Datenaustausch zwischen Anwendungen zu vereinfachen und digitale Lösungen von anderen Anbietern nahtlos in die Plattform zu integrieren.
Durch diese enge Verzahnung entsteht ein digitales Ökosystem, in dem unterschiedliche Lösungen nicht nebeneinander, sondern miteinander wirken. Für Anwender bedeutet das weniger Integrationsaufwand, konsistente Datenflüsse und die Möglichkeit, neue Anwendungen schneller produktiv einzusetzen.
Praxisbeispiel: Digitalisierung eines Einkaufsprozesses
Welchen unmittelbaren Nutzen dies in der Praxis entfalten kann, zeigte ein bedeutendes Projekt im Bereich Einkauf und Beschaffung bei einem Ersatzteilanbieter. Ausgangspunkt war ein stark fragmentierter, teilweise manueller Prozess mit hohem Abstimmungsaufwand und begrenzter Transparenz.
Durch die konsequente Digitalisierung und die strukturierte Abbildung des gesamten Beschaffungsprozesses über die openpack Plattform entstand ein durchgängiger digitaler Ablauf. Informationen wurden zentral verfügbar gemacht, Prozesse klar strukturiert und Medienbrüche reduziert. Insbesondere die Einkaufsorganisation profitierte spürbar von dieser Umstellung. Die Nachvollziehbarkeit der Abläufe verbesserte sich deutlich, die Prozesssicherheit stieg und der Überblick über den gesamten Beschaffungsprozess wurde erheblich erweitert.
Bereits nach kurzer Zeit zeigte sich, dass der digitale Ansatz nicht nur Effizienz schafft, sondern auch die Grundlage für kontinuierliche Verbesserungen und eine nachhaltige Weiterentwicklung der Prozesse legt.
Das zeigt deutlich, dass Digitalisierung dann ihren Mehrwert entfaltet, wenn sie nicht als isoliertes Projekt verstanden wird, sondern als strukturierter, langfristiger Ansatz zur Vereinfachung zentraler Abläufe.
Ausblick auf 2026
Der Fokus von openpack liegt auch 2026 auf einer langfristigen Perspektive für die Digitalisierung der Wellpappen- und Verpackungsindustrie. Eine stabile Plattform, standardisierte Strukturen und ein zentraler digitaler Hub bilden dafür die Grundlage.
openpack versteht sich dabei als Enabler innerhalb eines offenen digitalen Ökosystems. Als Plattform, die Komplexität reduziert, Zusammenarbeit erleichtert und sicherstellt, dass aus einer Vielzahl digitaler Lösungen ein nutzbares Gesamtsystem entsteht.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt dabei auf der vertieften Zusammenarbeit mit den iCorr® Lösungen von BHS.
Ergänzend dazu wird der Ausbau der Zusammenarbeit mit weiteren OEMs vorangetrieben. Durch diese enge Verzahnung entsteht ein durchgängiger Datenaustausch zwischen Anwendungen, der es ermöglicht, Innovationen schneller nutzbar zu machen und digitale Lösungen verschiedener Anbieter in einer gemeinsamen Umgebung zu integrieren und langfristig nutzen zu können.
Fazit: Plattformkurs konsequent weiterführen
Produktivität entsteht nicht durch einzelne digitale Anwendungen, sondern durch eine klare digitale Struktur. Erst wenn Systeme miteinander verbunden sind, Daten konsistent genutzt werden können und Prozesse klar organisiert sind, entfaltet Digitalisierung ihren tatsächlichen Mehrwert. Mit dem gezielten Ausbau der Plattform hat openpack genau diese Grundlage geschaffen.
Der Blick nach vorn zeigt, wie dieser Ansatz weiter an Wirkung gewinnt. Durch vernetzte Lösungen und klare Strukturen entsteht eine stabile Basis, um Produktivität nachhaltig zu steigern.
Genau darin liegt der Kern von openpack: Making Packaging more Productive.