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Digitale B2B-Online-Shops in der Verpackungsbranche

Digitale B2B-Online-Shops in der Verpackungsbranche: Warum OEMs jetzt strategisch handeln sollten

Ein Ersatzteil fehlt, eine Anlage steht, der Einkauf kontaktiert mehrere Lieferanten parallel. Preise, Verfügbarkeiten und technische Dokumentationen liegen nicht zentral vor. Während die Produktion auf Rückmeldung wartet, entstehen unnötige Stillstandskosten – beim Betreiber wie beim OEM, der reaktiv statt planbar agieren muss.

Dieses Szenario ist in vielen Unternehmen der Verpackungsbranche Realität. Gleichzeitig sind Produktionsanlagen hochautomatisiert, Maschinendaten werden in Echtzeit analysiert und Effizienzpotenziale systematisch gehoben. Der Vertrieb und die Ersatzteilversorgung vieler OEMs hingegen sind häufig noch stark manuell geprägt.

Digitale B2B-Online-Shops verändern dieses Bild grundlegend. Für OEMs, Maschinenbauer und Zulieferer in der Verpackungsbranche wird der digitale Vertriebskanal zunehmend zur strategischen Infrastruktur, nicht nur zur Vertriebsunterstützung, sondern zur Effizienzsteigerung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Der Markt bewegt sich und OEMs stehen im Fokus

Wie viele industrielle Sektoren steht die Verpackungsbranche an einem strukturellen Umbruch. Studien zeigen, dass über 70 % der B2B-Entscheider digitale oder hybride Interaktionen gegenüber rein klassischen Vertriebsmodellen bevorzugen¹. (McKinsey Global B2B Pulse Survey, 2022).

Parallel wächst der Markt dynamisch: Laut Grand View Research (2023) wird der globale B2B-E-Commerce-Markt bis 2030 mit zweistelligen jährlichen Wachstumsraten expandieren². Digitale Beschaffung entwickelt sich damit vom optionalen Zusatzkanal zum Marktstandard.

Technologische Anforderungen im modernen B2B-Vertrieb

Ein digitaler B2B-Shop in der Verpackungsbranche ist kein einfacher Produktkatalog. Er ist integraler Bestandteil der digitalen Unternehmensarchitektur.

B2B Käufer erwarten heute zunehmend:

  • Echtzeit-Zugriff auf technische Datenblätter und Zertifikate
  • Konfigurierbare Produkte (CPQ-Systeme)
  • Transparente Preise, Lieferzeiten und Verfügbarkeiten
  • Kundenspezifische Preislogiken
  • End-to-End-Integration über OCI- oder EDI-Schnittstellen
  • Digitale Angebots- und Bestellprozesse
  • API-Integration in ERP- oder E-Procurement-Systeme

Unternehmen mit starken digitalen Vertriebsfähigkeiten überdurchschnittlich wachsen und höhere Margen erzielen. Gerade im Ersatzteil- und Komponentenbereich entstehen erhebliche Effizienzgewinne durch Prozessautomatisierung³.

Prozessautomatisierung als Hebel für Effizienz

In vielen Verpackungsunternehmen sind Vertriebs- und Beschaffungsprozesse historisch gewachsen. Unterschiedliche Systeme, manuelle Freigaben, isolierte Preislisten und individuelle Abstimmungen führen zu:

  • Medien- und Systembrüchen im Angebotsprozess
  • Hohen administrativen Aufwänden
  • Fehlender Transparenz über Konditionen
  • Langen Reaktionszeiten

Ein digitaler B2B-Online-Shop integriert ERP-, PIM- und Preislogiken in eine einheitliche Plattform. Bestellungen werden direkt ins ERP übertragen, Freigabeprozesse sind digital abgebildet, Dokumentationen sind zentral verfügbar.

Typische Effekte eines integrierten B2B-Online-Shops:

  • Reduzierung manueller Angebotsaufwände
  • Weniger Fehler durch automatisierte Preislogiken
  • Schnellere Freigabeprozesse
  • Revisionssichere Dokumentation
  • Direkte ERP-Integration (OCI/EDI)

Damit entsteht ein durchgängiger, revisionssicherer Prozess: vom ersten Klick bis zur Rechnungsstellung.

Für OEMs bedeutet das: Weniger manuelle Angebotsaufwände, reduzierte Fehlerquoten und kürzere Durchlaufzeiten (Deloitte Digital Procurement Transformation Study, 2021).

Skalierbarkeit und internationale Sichtbarkeit

Digitale Plattformen ermöglichen es OEMs, international sichtbar zu sein, ohne proportional steigende Vertriebskosten zu verursachen. Self-Service-Strukturen erlauben Bestellungen rund um die Uhr und entlasten Vertriebsorganisationen. Diese Funktionen werden von modernen B2B-Käufern im Kaufprozess zunehmend vorausgesetzt (Forrester, The State of B2B E-Commercem 2023).

Unternehmen ohne digitale Präsenz laufen Gefahr, bereits in der Recherchephase nicht berücksichtigt zu werden.

Marktplätze als risikoarmer Einstieg

Nicht jedes Unternehmen verfügt über interne IT-Ressourcen oder E-Commerce-Erfahrung. Gerade mittelständische OEMs stehen häufig vor Hürden wie: hohe Anfangsinvestitionen, komplexe Systemintegration, fehlendes internes Know-how oder Unsicherheiten hinsichtlich ROI.

Branchenspezifische B2B-Marktplätze können hier als strategischer Einstiegspunkt dienen, um digitale Vertriebsstrukturen zu testen und schrittweise auszubauen.

Sie bieten:

  • Technische Infrastruktur (Hosting, Sicherheit, Skalierung)
  • Standardisierte Schnittstellen
  • Unterstützung bei Datenstrukturierung
  • Zugang zu bestehender Käuferreichweite
  • Reduziertes Investitionsrisiko

Digitale Marktplätze im B2B werden zunehmend zu zentralen Vertriebskanälen, da sie Reichweite, Datenintegration und standardisierte Prozesse bündeln (Gartner, Future of Sales Report, 2022).

Digitale Beschaffung als Teil einer ganzheitlichen Plattformstrategie

Ein B2B-Online-Shop entfaltet seine volle Wirkung erst dann, wenn er in eine übergeordnete digitale Architektur eingebunden ist.

Eine zentrale Plattformarchitektur, die Daten standardisiert, harmonisiert und systemübergreifend verfügbar macht, reduziert Integrationsaufwände und schafft Skalierbarkeit. Genau an diesem Punkt wird digitale Beschaffung strategisch relevant.

Mit einer integrierten Lösung wird der Einkauf von Ersatzteilen, Zubehör und Verbrauchsmaterialien über eine zentrale Plattform gebündelt. Lieferanten werden in einer einheitlichen Schnittstelle integriert. End-to-End-Bestellungen (OCI/EDI), digitale Freigabeprozesse und lieferantenspezifische Konditionen sind direkt abgebildet.

Das Ergebnis:

  • Beschleunigte Bestellprozesse
  • Reduzierte Prozesskosten
  • Transparente Auswertungen
  • Nachhaltige Effizienzsteigerung

Vorteile für Kunden und Betreiber

Digitale B2B-Online-Shops bieten nicht nur OEMs Vorteile, sondern auch den beschaffenden Unternehmen:

  • Schnellere Angebotsvergleiche
  • Klare Dokumentation
  • Nachverfolgbarkeit von Bestellungen
  • Standardisierte Prozesse
  • Höhere Planungssicherheit

Digitale Interaktionen erhöhen nachweislich die Kundenzufriedenheit, wenn sie professionell umgesetzt sind (McKinsey, The New B2B Growth Equation). Gleichzeitig reduzieren standardisierte Prozesse operative Risiken durch konsistente Datenstrukturen und standardisierte Prozesse.

Fazit: Der digitale B2B-Shop ist eine Infrastrukturentscheidung

Die Verpackungsbranche bewegt sich klar in Richtung digitaler Beschaffung und datengetriebener Vertriebsmodelle. Studien von McKinsey, Deloitte, Forrester, Gartner und Grand View Research zeigen übereinstimmend:

  • Digitale Kanäle wachsen überdurchschnittlich
  • Self-Service wird Standard
  • Plattformmodelle gewinnen an Bedeutung
  • Unternehmen mit digitaler Reife wachsen schneller

Ein digitaler B2B-Online-Shop ist für OEMs in der Verpackungsbranche ein strategischer Hebel:

  • zur Skalierung des Ersatzteilgeschäfts,
  • zur Entlastung des Vertriebs,
  • zur Reduzierung administrativer Kosten,
  • zur stärkeren Kundenbindung und zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit.

Für OEMs bedeutet das: Die entscheidende Frage lautet nicht mehr, ob digitale Beschaffung implementiert wird, sondern wie strategisch und integriert sie umgesetzt wird. Wer jetzt strukturiert handelt, schafft Effizienz, Transparenz und Zukunftssicherheit. Wer wartet, riskiert, dass digitale Wettbewerber den Marktstandard definieren.

Corr24 (powered by BHS) digitalisiert die Ersatzteilbeschaffung mit openpack.

Jetzt verfügbar: Neue Success Story
Corr24 & openpack.

Gemeinsam mit openpack entstand ein Online-Markenshop mit über 6.000 Ersatzteilen, der Prozesse vereinfacht, Transparenz schafft und die Beschaffung deutlich beschleunigt.

Die Success Story zeigt, wie der digitale Wandel im Einkauf gelingt und welche messbaren Ergebnisse Corr24 bereits nach wenigen Monaten erzielt hat.

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Plattformfokus, vernetzte Systeme und Ausblick auf 2026 

Plattformfokus, vernetzte Systeme
und ein Ausblick auf 2026

Rückblick 2025: Ein Jahr im Zeichen der Plattformentwicklung

Das Jahr 2025 war für openpack geprägt von einer klaren strategischen Entscheidung: dem konsequenten Ausbau der digitalen Plattform. Im Mittelpunkt stand der gezielte Ausbau der digitalen Plattform als zentrale Grundlage für vernetzte digitale Lösungen in der Wellpappen- und Verpackungsindustrie.

In einer Branche, die von historisch gewachsenen Systemlandschaften und einer Vielzahl spezialisierter Einzellösungen geprägt ist, gewinnt eine übergeordnete Struktur zunehmend an Bedeutung. Genau hier setzt openpack an. Als offene Plattform wirkt sie der zunehmenden Fragmentierung digitaler Lösungen entgegen und schafft eine konsistente digitale Basis, auf der unterschiedliche Anwendungen integriert, kombiniert und weiterentwickelt werden können.

Der Fokus im vergangenen Jahr lag daher darauf, diese Systemebene technologisch wie organisatorisch weiter zu stärken und openpack klar als zentrale Plattform für vernetzte digitale Anwendungen zu positionieren.

Plattformdenken statt punktueller Digitalisierung

Ein zentrales Ziel der Plattformentwicklung ist es, Unternehmen eine konsistente digitale Basis zu bieten, ohne bestehende Systeme ersetzen zu müssen. In vielen Werken sind bereits heute zahlreiche digitale Systeme im Einsatz und Maschinen, IT-Systeme und Anwendungen liefern wertvolle Daten. Häufig bleiben diese jedoch voneinander isoliert, da Schnittstellen fehlen oder Systeme nicht aufeinander abgestimmt sind.

Die Folge sind isolierte Daten, redundante Funktionen und ein hoher Integrationsaufwand. Statt bestehende Systeme zu ersetzen, schafft openpack eine zentrale System- und Basisschicht, die vorhandene Lösungen verbindet, Daten strukturiert zusammenführt und ihre Nutzung für unterschiedliche Anwendungsfälle konsistenter macht.

Dadurch entstehen durchgängige Prozesse und eine verlässliche Datenbasis für operative und strategische Entscheidungen. Das reduziert Komplexität und senkt Entwicklungs- und Wartungsaufwände.

Diese Ausrichtung prägte 2025 maßgeblich und bildete den Rahmen für alle weiteren Entwicklungen.

Enge Zusammenarbeit mit OEMs und Partnern

Parallel zum internen Plattformausbau wurde die Zusammenarbeit mit OEMs durch neue Kooperationen ausgebaut. Ziel dieser Kooperationen ist es, den Datenaustausch zwischen Anwendungen zu vereinfachen und digitale Lösungen von anderen Anbietern nahtlos in die Plattform zu integrieren.

Durch diese enge Verzahnung entsteht ein digitales Ökosystem, in dem unterschiedliche Lösungen nicht nebeneinander, sondern miteinander wirken. Für Anwender bedeutet das weniger Integrationsaufwand, konsistente Datenflüsse und die Möglichkeit, neue Anwendungen schneller produktiv einzusetzen.

Praxisbeispiel: Digitalisierung eines Einkaufsprozesses

Welchen unmittelbaren Nutzen dies in der Praxis entfalten kann, zeigte ein bedeutendes Projekt im Bereich Einkauf und Beschaffung bei einem Ersatzteilanbieter. Ausgangspunkt war ein stark fragmentierter, teilweise manueller Prozess mit hohem Abstimmungsaufwand und begrenzter Transparenz.

Durch die konsequente Digitalisierung und die strukturierte Abbildung des gesamten Beschaffungsprozesses über die openpack Plattform entstand ein durchgängiger digitaler Ablauf. Informationen wurden zentral verfügbar gemacht, Prozesse klar strukturiert und systembedingte Brüche zwischen Anwendungen minimiert.

Insbesondere die Einkaufsorganisation profitierte spürbar von dieser Umstellung. Die Nachvollziehbarkeit der Abläufe verbesserte sich deutlich, die Prozesssicherheit stieg und der Überblick über den gesamten Beschaffungsprozess wurde erheblich erweitert.

Bereits nach kurzer Zeit zeigte sich, dass der digitale Ansatz nicht nur Effizienz schafft, sondern auch die Grundlage für kontinuierliche Verbesserungen und eine nachhaltige Weiterentwicklung der Prozesse legt.

Das zeigt deutlich, dass Digitalisierung dann ihren Mehrwert entfaltet, wenn sie nicht als isoliertes Projekt verstanden wird, sondern als strukturierter, langfristiger Ansatz zur Vereinfachung zentraler Abläufe.

Ausblick auf 2026

Der Fokus von openpack liegt auch 2026 auf einer langfristigen Perspektive für die Digitalisierung der Wellpappen- und Verpackungsindustrie. Ein zentraler digitaler Hub, standardisierte Strukturen und die Zusammenarbeit mit den OEMs bilden dafür die Grundlage.

openpack versteht sich dabei als Enabler innerhalb eines offenen digitalen Ökosystems. Als Plattform, die Komplexität reduziert, Zusammenarbeit erleichtert und sicherstellt, dass aus einer Vielzahl digitaler Lösungen ein nutzbares Gesamtsystem entsteht.

Ein zentraler Schwerpunkt liegt dabei auf der vertieften Zusammenarbeit mit den iCorr® Lösungen von BHS.

Ergänzend dazu wird der Ausbau der Zusammenarbeit mit weiteren OEMs vorangetrieben. Durch diese enge Verzahnung entsteht ein durchgängiger Datenaustausch zwischen Anwendungen, der es ermöglicht, Innovationen schneller nutzbar zu machen und digitale Lösungen verschiedener Anbieter in einer gemeinsamen Umgebung zu integrieren und langfristig nutzen zu können.

Fazit: Plattformkurs konsequent weiterführen

Produktivität entsteht nicht durch einzelne digitale Anwendungen, sondern durch eine klare digitale Struktur. Erst wenn Systeme miteinander verbunden sind, Daten konsistent genutzt werden können und Prozesse klar organisiert sind, entfaltet Digitalisierung ihren tatsächlichen Mehrwert. Mit dem gezielten Ausbau der Plattform hat openpack genau diese Grundlage geschaffen.

Der Blick nach vorn zeigt, wie dieser Ansatz weiter an Wirkung gewinnt. Durch vernetzte Lösungen und klare Strukturen entsteht eine stabile Basis, um Produktivität nachhaltig zu steigern.

Genau darin liegt der Kern von openpack: Making Packaging more Productive.


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Standardisierte Daten, klare Entscheidungen: So geht Digitalisierung in der Produktion

Standardisierte Daten, klare Entscheidungen:

Warum Fertigungsbetriebe auf Datenplattformen setzen sollten

In der heutigen schnelllebigen Welt der Produktion ist die Fähigkeit, effizient und flexibel auf Veränderungen zu reagieren, entscheidend. Hier kommt openpack ins Spiel, ein Unternehmen, das sich auf die Standardisierung und Digitalisierung von Daten in der Produktion spezialisiert hat und damit eine Brücke zwischen Tradition und Innovation schlägt.

Warum erfolgreiche Digitalisierung mit verlässlichen Daten beginnt

In der Industrie spricht längst niemand mehr davon, ob digitalisiert wird – sondern wie. Doch während über Schlagworte wie Smart Factory, Industrie 4.0 oder KI in der Produktion gesprochen wird, wird ein entscheidender Aspekt oft übersehen: Ohne einheitliche und verlässliche Datenbasis können digitale Technologien ihr volles Potenzial nicht entfalten. Wenn Daten nicht strukturiert, vergleichbar und systemübergreifend verfügbar sind, scheitern viele Digitalisierungsinitiativen an ihrer eigenen Komplexität.

Gerade in der Wellpappenindustrie, die geprägt ist von komplexen Fertigungsprozessen, heterogenen Maschinenschnittstellen und steigendem Effizienzdruck, liegt enormes Potenzial in der intelligenten Nutzung von Daten:

Produktionslinien könnten präziser gesteuert, Wartungszyklen optimiert und Qualitätsabweichungen frühzeitig erkannt werden. Studien zeigen, dass Unternehmen durch datengetriebene Produktionsansätze ihre Produktivität um bis zu 30 % steigern und Wartungskosten deutlich senken können – beispielsweise durch Predictive Maintenance oder Advanced Analytics (McKinsey: „Manufacturing’s next act“).

Doch wer mit unvollständigen, unstrukturierten oder nicht integrierten Daten arbeitet, riskiert Fehlentscheidungen – mit direkten Auswirkungen auf Produktivität, Qualität und Kosten. In einem Umfeld, das schnelle und flexible Reaktionen verlangt, entscheidet eine saubere Datenbasis zunehmend über Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit.

Die Bedeutung der Datenstandardisierung

Stellen Sie sich vor, Sie haben ein riesiges Puzzle, bei dem jedes Teil von einem anderen Hersteller stammt. Ohne einheitliche Standards würde das Zusammensetzen dieses Puzzles fast unmöglich werden.

Eine Datenmanagement Plattform, löst genau dieses Problem, indem es einheitliche Datenformate bereitstellt, die den reibungslosen Austausch von Informationen zwischen unterschiedlichen Systemen und Maschinen ermöglichen.

Das Ergebnis? Eine effizientere Produktion, die sowohl Kosten senkt als auch die Qualität steigert.

Der Daten-Dschungel auf dem Shopfloor 

Produktionsdaten gibt es viele: Maschinendaten, Auftragsdaten, Qualitätsparameter, Energieverbrauch, Wartungsinformationen – und oft liegen sie in Silos. Die eine Anlage kommuniziert über OPC UA, die nächste nutzt ein proprietäres Protokoll. Manche Daten werden automatisch erfasst, andere manuell eingetragen.

Das Ergebnis? Ein Flickenteppich an Informationen, der mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert.

Solche Datenmengen bieten zwar theoretisch große Insights – praktisch aber entsteht ein massives Problem: Ohne Standardisierung fehlt die Vergleichbarkeit. KPIs lassen sich nicht zuverlässig berechnen, Abweichungen nicht eindeutig identifizieren, Optimierungspotenziale bleiben im Verborgenen.

Was bedeutet Datenstandardisierung konkret?

Datenstandardisierung bedeutet, Datenformate, Benennungen, Zeitstempel, Maßeinheiten und Schnittstellen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.

Das Ziel ist es, eine „gemeinsame Sprache“ für Maschinen, Systeme und Mitarbeiter zu schaffen – über Abteilungen, Werke und Standorte hinweg.

Das beginnt bei der strukturierten Erfassung – beispielsweise durch standardisierte Sensorik oder MES-Systeme – und reicht bis zur Definition einheitlicher Datenmodelle und Kommunikationsschnittstellen. Eine zentrale Datenplattform (z. B. ein Manufacturing Data Lake) dient dann als Single Source of Truth. Nur mit sauber definierten Standards lassen sich diese Zusammenhänge transparent abbilden.

Warum standardisierte Daten die Entscheidungsqualität erhöhen

In Produktionsbetrieben werden täglich Entscheidungen getroffen: Muss die Linie gestoppt werden? Wann ist der optimale Zeitpunkt für die Wartung? Wo klemmt es in der Lieferkette?

Diese Entscheidungen sind nur so gut wie die Daten, auf denen sie basieren. Standardisierte Daten sorgen dafür, dass Informationen konsistent, aktuell und vergleichbar sind. Das erhöht nicht nur die Geschwindigkeit der Entscheidungsfindung, sondern auch deren Qualität.

  • Echtzeit-Monitoring ermöglicht frühzeitiges Eingreifen bei Abweichungen.
  • Predictive Maintenance reduziert Stillstände durch datenbasierte Prognosen.
  • Produktionsoptimierung durch Kennzahlenvergleiche zwischen Linien oder Standorten wird überhaupt erst möglich.

Digitalisierung ist kein reines IT-Projekt – sie ist ein Business-Projekt. Sie betrifft nicht nur Technik, sondern auch Prozesse, Organisation und Kultur. Wer jetzt die Datenstandardisierung als strategischen Hebel erkennt, legt den Grundstein für ein resilienteres, agileres Unternehmen.

Fazit: Wer Klarheit will, braucht Standards

Die Frage ist nicht mehr, ob Unternehmen Daten nutzen sollten – sondern wie sie es tun. Zu viele Unternehmen stecken mit fragmentierten Systemen, unzusammenhängenden Prozessen und Datensilos fest, die sie ausbremsen.

Die Digitalisierung der Produktion bietet hier enorme Chancen – aber nur auf der Basis zuverlässiger, einheitlicher Daten. Standardisierung ist dabei keine lästige Pflicht, sondern der entscheidende Erfolgsfaktor. – Wer heute in Datenkompetenz, Dateninfrastruktur und Standardisierung investiert, schafft die Grundlage für eine agile, effiziente und zukunftssichere Produktion.


Quellen:

McKinsey & Company: Manufacturing’s next act, https://www.mckinsey.com/capabilities/operations/our-insights/manufacturings-next-act abgerufen am 21. Juli 2025.

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Energieeffizienzgesetz (EnEfG): Von der Pflicht zur Chance

Energieeffizienzgesetz (EnEfG):
Von der Pflicht zur Chance

Energiekosten nachhaltig senken und Wettbewerbsvorteile sichern

Mit dem neuen Gesetz zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Änderung des Energiedienstleistungsgesetzes (EnEfG) hat die Bundesregierung nun einen klaren Rahmen geschaffen, um die Energieeffizienz in Unternehmen systematisch zu verbessern: Unternehmen sind nun verpflichtet, ihren Energieverbrauch transparent zu machen und nachhaltig zu reduzieren.  

Technische Einkäufer, Produktionsleiter und Energie-Manager stehen im Zentrum dieser Entwicklung. Sie sind gefordert, Energieeffizienz nicht nur als Pflichtaufgabe im Rahmen neuer gesetzlicher Regelungen zu betrachten, sondern als strategisches Instrument zur Senkung von Betriebskosten und zur Sicherung langfristiger Wettbewerbsfähigkeit. Die Vorgaben betreffen eine Vielzahl von Betrieben, die ihre Prozesse, Strukturen und Investitionsentscheidungen gezielt anpassen müssen. 

Das Gesetz definiert konkrete Pflichten, die von der systematischen Erfassung von Energieverbräuchen bis hin zur Einführung von Effizienzmaßnahmen reichen. Richtig umgesetzt bieten diese Anforderungen die Chance, Transparenz über den Energieeinsatz zu gewinnen, Einsparpotenziale aufzudecken und Ressourcen nachhaltiger zu nutzen. Unternehmen, die frühzeitig auf ein professionelles Energiemanagement setzen, schaffen damit nicht nur die Grundlage für Compliance, sondern stärken auch ihre Marktposition. 

Hintergründe des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG)

Das EnEfG ist Teil einer größeren europäischen Strategie: Die EU hat sich mit der Energieeffizienzrichtlinie (EU) 2023/1791 Ziele gesetzt, um Energieverbrauch und CO-Emissionen deutlich zu senken. Deutschland setzt diese Vorgaben mit dem EnEfG seit dem 18. November 2023 um – und erweitert damit die bisherigen Regelungen des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G). 

Das Energieeffizienzgesetz setzt erstmals klare Vorgaben, für verbindliche End- und Primärenergieeinsparziele. 

Konkret bedeutet das: 

  • Bis 2030 soll der tatsächliche Energieverbrauch um rund ein Viertel niedriger liegen als 2008. 
  • Beim Primärenergieverbrauch (gesamte eingesetzte Energie inklusive Verluste) soll der Rückgang bis 2030 39,3 % betragen  
  • Der langfristige Plan: Bis 2045 soll der Endenergieverbrauch insgesamt um 45 % reduziert werden. 

Diese Zielmarken machen deutlich: Energieeffizienz ist nicht nur eine kurzfristige Maßnahme, sondern Teil einer langfristigen Transformationsstrategie für Wirtschaft und Gesellschaft.  

Welche Unternehmen betrifft das neue Energieeffizienzgesetz?

Das erweiterte Energieeffizienzgesetz (EnEfG) richtet sich insbesondere an mittlere und große Unternehmen sowie energieintensive Betriebe: 

  • insbesondere Unternehmen mit einem jährlichen Energieverbrauch von mehr als 7,5 GW 
  • Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden 
  • Unternehmen mit mindestens 50 Millionen Euro Jahresumsatz oder 43 Millionen Euro Bilanzsumme
  • Betriebe mit energieintensiven Produktionsprozessen 

Diese Unternehmen stehen vor der Herausforderung, rechtlichen Vorgaben zu entsprechen und gleichzeitig Kosten zu sparen. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Energiepreisentwicklung, hilft eine frühzeitige und strategische Umsetzung nicht nur dabei, gesetzliche Pflichten zu erfüllen, sondern bietet gleichzeitig erhebliche Kosteneinsparungen und Wettbewerbsvorteile. 

Zentrale Anforderungen des EnEfG im Überblick

Um den Anforderungen gerecht zu werden, müssen Unternehmen klar definierte Pflichten erfüllen: 

  • Ein Energiemanagementsystem implementieren (ISO 50001 oder EMAS-zertifiziert) 
  • Alle vier Jahre ein Energieaudit gemäß DIN EN 16247-1 durchführen 
  • Wirtschaftlich sinnvolle Energieeffizienzmaßnahmen realisieren (Amortisation < 3 Jahre) 
  • Eine jährliche transparente Berichterstattung über den Verbrauch und Einsparungen sicherstellen 

Zusätzlich müssen Unternehmen ihre Maßnahmen regelmäßig evaluieren und anpassen, um langfristige Effizienzsteigerungen sicherzustellen. 

Diese gesetzlichen Anforderungen sind zugleich eine strategische Chance: Wer Energieeffizienz mit System angeht, reduziert Kosten, stärkt seine Wettbewerbsfähigkeit und zeigt sich als verantwortungsvoller, zukunftsorientierter Akteur.  

Im aktuellen BAFAMerkblatt (Stand: 07.Juli2025) werden die Neuerungen detailliert erklärt. Zusätzlich enthält das Merkblatt konkrete Hinweise zur Gestaltung von Umsetzungsplänen, orientiert an ISO50001 und EMAS. 

Schritt für Schritt zum digitalen Energiemanagement: so gelingt die praktische Umsetzung

Um die Anforderungen effektiv zu erfüllen und Effizienzpotenziale voll auszuschöpfen, empfehlen sich folgende Schritte: 

  1. Verbrauch digital erfassen und analysieren: Eine transparente Datengrundlage schafft Klarheit eine solide Entscheidungsbasis. Digitale Tools, ermöglichen detaillierte Analysen und decken bisher unsichtbare Einsparpotenziale auf. 
  2. Digitales Energiemanagement etablieren: Klare Verantwortlichkeiten und Prozesse auf Basis digitaler Lösungen definieren, um Komplexität zu reduzieren.  
  3. Maßnahmen gezielt priorisieren: Digitale Tools unterstützen Sie bei der Priorisierung wirtschaftlich sinnvoller Maßnahmen mit kurzen Amortisationszeiten. So können Sie Ihre Ressourcen optimal einsetzen und schnelle Ergebnisse erzielen. 
  4. Effizientes Monitoring aufbauen: Echtzeit-Monitoring macht Einsparungen sichtbar und ermöglicht kontinuierliche Verbesserungen. Digitale Plattformen, bieten automatische Reports und Echtzeit-Dashboards, mit denen Energiedaten zentral erfasst und ausgewertet werden.   

Herausforderungen meistern: Strategien für eine effiziente Umsetzung

Die Umsetzung des erweiterten EnEfG kann komplex sein. Typische Herausforderungen sind initiale Investitionskosten, Ressourcenmangel und komplexe technische Anforderungen.  

Erfolgreiche Strategien hierfür sind: 

  • Nutzung staatlicher Förderprogramme, um finanzielle Belastungen zu minimieren 
  • Zusammenarbeit mit Experten, um von Erfahrung und technologischem Know-how zu profitieren 
  • Langfristige Planung der Investitionen, um Risiken zu minimieren 
  • Mitarbeiterschulungen und klare Kommunikation sind entscheidend, um die Maßnahmen erfolgreich und dauerhaft umzusetzen. Je besser Mitarbeitende in den Prozess eingebunden und geschult sind, desto größer ist die Chance auf langfristige Erfolge. 
  • Einführung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses, um nicht nur die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, sondern, um dauerhaft von den Vorteilen erhöhter Energieeffizienz zu profitieren 

Vorteile bei frühzeitiger und strategischer Umsetzung

Die Umsetzung des EnEfG bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile: 

  • Reduzierte Energiekosten: Nachhaltige Senkung der Betriebskosten 
  • Wettbewerbsvorteile: Frühzeitige Anpassung verschafft entscheidenden Vorsprung gegenüber Wettbewerbern 
  • Förderungsmöglichkeiten: Staatliche Unterstützung durch gezielte Förderprogramme erleichtert die Finanzierung 
  • Bessere Reputation: Nachhaltiges Handeln stärkt das Markenbild und die Kundenbindung 
  • Langfristige Planbarkeit: Digitale Tools ermöglichen langfristige Einsparungen und erleichtern zukünftige Anpassungen an regulatorische Änderungen 

Zudem verbessert die gezielte Umsetzung der Anforderungen des EnEfG die Resilienz gegenüber zukünftigen Energiepreissteigerungen und gesetzlichen Verschärfungen.  

So wird das EnEfG zu Ihrem Erfolgsfaktor

Das Energieeffizienzgesetz kann für Unternehmen weit mehr als eine gesetzliche Pflicht sein. Es bietet Unternehmen die Chance, ihre Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu steigern. Wichtig ist es, frühzeitig strategisch zu planen, geeignete Maßnahmen zu priorisieren und externe Unterstützung gezielt zu nutzen. Digitale Lösungen helfen dabei, die Anforderungen des EnEfG nicht nur effizient zu erfüllen, sondern langfristig von erheblichen Kosteneinsparungen und klaren Wettbewerbsvorteilen zu profitieren.  


Quellen

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Merkblatt für das Energieeffizienzgesetz (EnEfG). Stand: 07.07.2025. Abgerufen am 11. August 2025, unter https://www.bafa.de/SharedDocs/Downloads/DE/Energie/ea_merkblatt_energieefffizienzgesetz.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Industrie- und Handelskammer Karlsruhe. BAFA-Merkblatt zum Energieeffizienzgesetz aktualisiert. Abgerufen am 11. August 2025, unter: https://www.ihk.de/karlsruhe/fachthemen/energie/aktuellesenergie/bafa-merkblatt-zum-energieeffizienzgesetz-aktualisiert 

Bundesministerium der Justiz und Verbraucherschutz. Gesetz zur Steigerung der Energieeffizienz in Deutschland1 (Energieeffizienzgesetz – EnEfG). Aufgerufen am 11. August, unter: https://www.gesetze-im-internet.de/enefg/BJNR1350B0023.html 

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Digitale Transformation in der Wellpappeindustrie:
Mehr Effizienz durch vernetzte Systeme

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Warum die Ersatzteilbeschaffung ein Update braucht: Trends im Einkauf 4.0

Warum die Ersatzteilbeschaffung ein Update braucht: Trends im Einkauf 4.0

Ein Blick in die Produktionshallen – wo der Einkauf oft noch analog tickt

Ein defektes Lager, eine gerissene Dichtung oder eine ausgefallene Steuerungseinheit reicht aus, um ganze Produktionslinien zum Stillstand zu bringen. Die Ersatzteilbeschaffung entscheidet in solchen Momenten darüber, ob Maschinen schnell wieder laufen – oder ob teure Stillstandszeiten entstehen.

Trotz moderner Maschinenparks laufen viele Prozesse in der Ersatzteilbeschaffung noch erstaunlich analog. Papierbasierte Abläufe, Excel-Listen und Telefonate prägen den Alltag.

Doch genau hier setzt der Wandel an: Einkauf 4.0 steht für digitale Prozesse, die Zeit sparen, Kosten senken und Unternehmen widerstandsfähiger machen.

Einkauf 4.0 – mehr als nur Digitalisierung

Der Begriff „Einkauf 4.0“ ist längst in aller Munde. Doch was steckt eigentlich dahinter?

Im Kern geht es um die intelligente Verknüpfung von Daten, Systemen und Menschen. Ziel ist es nicht nur, bestehende Abläufe digital abzubilden, sondern sie komplett neu zu denken.

Die wichtigsten Merkmale des Einkauf 4.0:

  • Digitale Datenflüsse: Informationen werden automatisiert zwischen Maschinen, ERP-Systemen und Lieferanten ausgetauscht.
  • Transparenz durch Digitalisierung: Daten sind zentral und somit immer aktuell verfügbar — individuell zugeschnitten auf Relevanz und Zuständigkeit
  • Proaktive Steuerung: Systeme erkennen Bedarfe, bevor ein Engpass entsteht.
  • Schnelligkeit: Prozesse werden automatisiert, Wartezeiten minimiert
  • Risikominimierung: Frühwarnsysteme helfen, Störungen zu vermeiden.

Für die Ersatzteilbeschaffung bedeutet das: Weniger Stillstände, geringere Lagerkosten und eine insgesamt robustere Lieferkette.

Herausforderungen in der klassischen Ersatzteilbeschaffung

Wer Ersatzteile beschafft, kenn die üblichen Hürden nur zu gut:

  • Langsame Reaktionszeiten: Zwischen Bedarfsmeldung, Anfrage und Bestellung verstreichen oft mehrere Tage – bei Maschinenstillstand ein großes Problem.
  • Fehleranfälligkeit: Manuelle Prozesse führen zu Übertragungsfehlern, Mehrfachbestellungen oder falschen Artikeln.
  • Mangelnde Transparenz: Wer hat was bestellt? Wo liegt das Teil? Wann kommt die Lieferung? Antworten darauf fehlen häufig.
  • Hohe Lagerbestände: Aus Angst vor Ausfällen wird oft „auf Vorrat“ gekauft, was Kapital bindet und Lagerkosten in die Höhe treibt.

Diese Pain Points lassen sich mit digitalen Lösungen entschärfen – vorausgesetzt, Unternehmen sind bereit, ihre Prozesse grundlegend zu überdenken.

Automatisierte Ersatzteilbeschaffung: Die nächste Evolutionsstufe

Die digitale Transformation macht auch vor der Ersatzteilbeschaffung nicht Halt. Unternehmen setzen zunehmend auf automatisierte Prozesse, um Zeit, Geld und Ressourcen zu sparen. Automatisierung geht dabei weit über einfache digitale Bestellformulare hinaus.

Kernelemente einer automatisierten Ersatzteilbeschaffung:

  • Digitale Ersatzteillisten: Stücklisten werden elektronisch gepflegt. So ist jederzeit klar, welches Ersatzteil zu welcher Maschine gehört.
  • Echtzeit-Verfügbarkeiten: Systeme zeigen sofort, ob ein Ersatzteil verfügbar ist und wie schnell es geliefert werden kann.
  • Automatische Bedarfsmeldungen: Maschinen signalisieren selbstständig, wenn Bauteile verschleißen oder ausgetauscht werden müssen.
  • Bestellvorschläge oder Auto-Ordering: Intelligente Software erstellt automatisch Bestellvorschläge oder löst direkt Bestellungen aus.
  • Lieferantenintegration: Digitale Schnittstellen ermöglichen den schnellen Austausch von Preisen, Lieferzeiten und Auftragsstatus.

Das Ergebnis: Weniger manuelle Arbeit, niedrigere Fehlerquoten und vor allem deutlich schnellere Reaktionszeiten, wenn es darauf ankommt.

Warum sich der Wandel lohnt

Der Weg in Richtung Einkauf 4.0 und automatisierte Ersatzteilbeschaffung erfordert eine klare Strategie und bietet gleichzeitig erhebliche Vorteile:

  • Zeitgewinn: Automatisierte Prozesse verkürzen sparen Zeit und verkürzen die Beschaffungswege erheblich.
  • Kosteneinsparungen: Weniger Lagerhaltung, weniger Prozesskosten
  • Bessere Einkaufskonditionen: Lieferanten gewähren oftmals Onlinerabatte
  • Wettbewerbsvorteil: Unternehmen, die ihre Ersatzteilprozesse digitalisieren, agieren schneller und flexibler als der Wettbewerb.
  • Bessere Entscheidungsgrundlagen: Datenbasierte Analysen schaffen Klarheit über Bedarfe, Lieferantenperformance und Kosten.

Unternehmen, die den Sprung schaffen, sichern sich eine stabile Lieferkette und eine moderne Einkaufsorganisation – ein entscheidender Faktor in Zeiten globaler Unsicherheiten. 

Herausforderungen auf dem Weg zum Einkauf 4.0

Natürlich ist der Weg zur vollständigen Automatisierung kein Selbstläufer und die Umstellung gelingt nicht von heute auf morgen.

Viele Betriebe kämpfen noch mit unvollständigen oder veralteten Stammdaten. Unterschiedliche Systeme sprechen oft nicht dieselbe Sprache, was zu Medienbrüchen führt. Außerdem müssen Mitarbeitende Vertrauen in neue, automatisierte Prozesse entwickeln. Und neue Systeme kosten zunächst Zeit und Geld – auch für Schulungen. Doch gerade angesichts zunehmender Marktvolatilität lohnt es sich, diese Hürden anzugehen.

Ein Blick in die Zukunft

Die Entwicklung rund um die Themen Einkauf 4.0 und automatisierte Ersatzteilbeschaffung steht noch am Anfang. Viele spannende Entwicklungen sind aber längst sichtbar und werden künftig weiterhin an Bedeutung gewinnen:

  • Künstliche Intelligenz: Systeme lernen, Bedarfe immer präziser vorherzusagen und Bestellungen automatisch auszulösen.
  • Digitale Zwillinge: Virtuelle Abbilder von Maschinen inklusive aller Ersatzteile ermöglichen präzise Wartungs- und Beschaffungsstrategien.
  • Blockchain-Technologien: Fälschungssichere Lieferketten und transparente Herkunftsnachweise werden zunehmend relevant.
  • Plattformökonomie: Digitale Marktplätze bündeln Ersatzteilangebote verschiedenster Anbieter und verschaffen Einkäufern Transparenz und Auswahl.

Eines ist sicher: Die Ersatzteilbeschaffung der Zukunft wird schneller, intelligenter und datengetriebener sein als je zuvor.

 

Einkauf 4.0 ist kein Trend, sondern ein Muss

Der Einkauf 4.0 ist längst keine Vision mehr, sondern ein notwendiger Schritt für Unternehmen, die auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben wollen. Gerade in der Ersatzteilbeschaffung liegen enorme Potenziale, um Prozesse zu verschlanken, Kosten zu senken und Maschinenlaufzeiten zu sichern. Unternehmen, die die Digitalisierung aktiv vorantreiben, verschaffen sich einen entscheidenden Vorsprung – nicht nur technologisch, sondern auch wirtschaftlich und strategisch.


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Digitale Transformation in der Wellpappeindustrie:
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